McArthur River Australien

Mine am McArthur Fluss
Xstrata unterhält im Norden Australiens seit 2003 eine Zink-Blei-Silber-Mine am McArthur Fluss. Dabei handelte es sich zu Beginn um einen Abbau unter Tage. Als die Reserven zur Neige gingen, beantragte Xstrata eine Erweiterung der Mine im Tagbau und damit eine Verlängerung der Minentätigkeit um 25 Jahre. Diese Expansion bedeutete die Umleitung des Flusses auf einer Länge von 5 Kilometern. Da mit dieser Umleitung nicht nur massive Umweltschäden angerichtet, sondern auch heilige Stätten der Aborigines zerstört würden, kam es zu heftigen Protesten und einer Klage gegen Xstrata. Im Dezember 2008 entschied ein australisches Gericht gegen Xstrata. Xstrata sollte die bereits umgesetzte Umleitung des Flusses wieder rückgängig machen und die Gerichtskosten der Aborigines übernehmen. Trotz diesem Gerichtsentscheid gab am 20. Februar 2009 der Umweltminister grünes Licht für die Betreibung der Mine im Tagbau, jedoch mit strengen Auflagen. Die Auswirkungen auf Zugvögel und bestimmte Fische sollen genau beobachtet werden, um Umweltschäden zu vermeiden. Was die Umleitung des Flusses für die Aborigines bedeutet, kommt in der Entscheidung hingegen nicht zur Sprache.

News zur Mine MacArthur River
14.6.2012: Millionenklage gegen Xstrata-Tochter
16.3.2009: Xstrata darf Mine am McArthur River weiter betreiben
22.12.2008: Xstrata verliert gegen Aborigines
13.2.2007: Xstrata will heilige Stätten in Australien zerstören