Kampagnen gegen Flaschenwasser zeigen Wirkung

Seit Jahren werden insbesondere in den USA Kampagnen gegen den zunehmenden Trend, Wasser aus der Flasche zu kaufen, statt Leitungswasser zu trinken, geführt. Nestlé steht im Mittelpunkt dieser Kampagnen, da der Konzern Flaschenwasser als grössten Wachstumsmarkt sieht und fleissig expandiert. Der Multi schreckt nicht davor zurück, die Wasserversorgung in unzähligen Ländern aus dem Gleichgewicht zu bringen, Grundwasserquellen versiegen zu lassen und den Menschen dort ihren Zugang zu Trinkwasser zu versagen (z.B. in Brasilien), wenn es darum geht, neue Quellen für die Produktion anzuzapfen. Verschwiegen wird allerdings bei der Anpreisung dieses sogenannten Mineralwassers, dass es sich häufig (z.B. bei der Marke Pure Life) um ganz gewöhnliches Wasser handelt, dem durch Destillation alle Mineralien und Salze entzogen wurden.

Nun bricht den Konzernen langsam, aber sicher der Markt weg. In den westlichen Ländern kämpfen sie immer stärker mit einem Imageproblem, weshalb nun eine noch aggressivere Strategie in Schwellenländern geführt wird, um das überteuerte Wasser dort abzusetzen.
Teures Wasser für arme Länder, Financial Times Deutschland, 01. November 2008
Inside the bottle, The people's campaign on the bottled water industry

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