Kolumbianischer Gemeindevertreter bedroht

Nach einer Reise durch Deutschland, bei der Yoe Arregoces über die negativen Auswirkungen der Cerrejón-Mine in Kolumbien auf die ansässige Bevölkerung gesprochen hat, wurde er mehrfach mit dem Tod bedroht. Die Reise wurde von FIAN Deutschland und Misereor organisiert.

Am 2., 3. und 8. Januar 2010 erhielt Yoe Arregoces Anrufe auf seinem Handy, in denen ihm mitgeteilt wurde, "dass er sterben werde, weil er so dumm und uneinsichtig sei." Außerdem wurde ihm nahe gelegt, "bei seinem Tun an seine Kinder und seine Mutter zu denken."

Wenige Tage vorher, am 29. Dezember 2009 hatte sich Herr Arregoces gemeinsam mit drei anderen Gemeindevertretern mit Vertretern der Kommunalverwaltung und des Cerrejon-Unternehmens getroffen, um über die Umsiedlung seiner Gemeinde Roche für die Erweiterung des Kohletagebaus zu sprechen. Bei diesem Treffen kritisierte er die Vorgehensweise des Unternehmens stark. Aus seiner Sicht setzt das Unternehmen die Umsiedlungspläne um, ohne die Einwände der Gemeindemitglieder zu berücksichtigen. Herr Arregoces hat als Vorsitzender des Gemeinderats bei solchen Treffen eine Schlüsselfunktion.

Er hat erstmals am 4. Januar die Drohungen gegen ihn bei den zuständigen lokalen und regionalen Menschenrechtsbehörden angezeigt und das Unternehmen CERREJON informiert. Nach wie vor gibt es keine konkreten Hinweise auf ernsthafte Ermittlungen, geschweige denn Ermittlungsergebnisse.
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