Drohende Schliessung für Holcim-Werk in Kolumbien

Holcim und dem mexikanischen Zementmulti Cemex wird vorgeworfen, für die Gewinnung von Zuschlagstoffen den Flusslauf und das Flussbett des Rio Tunjelo zu verändern sowie die Grundwasserführung und die unterirdischen Gewässer zu beeinträchtigen. Gemäss der regionalen Umweltschutzbehörde haben Cemex und Holcim das Gewässer ausgebeutet ohne über die notwendigen Bewilligungen zu verfügen. Auch hätten sie die Schutzzonen nicht respektiert.

Die Regierung von Bogotà will nun gerichtlich durchsetzen, dass die Arbeiten eingestellt werden, bis der Nachweis einer umweltverträglichen Produktionsweise erbracht ist.

Neben der Schliessung der Werke, drohen Holcim und Cemex Bussen in der Höhe von umgerechnet bis zu 1,3 Millionen Dollars täglich. Bemerkenswert ist, dass die kolumbianische Zementfirma „Grupo Empresarial Antioqueno“, die ebenfalls an der Ausbeutung des Flusses beteiligt ist, nicht sanktioniert werden soll.
Holcim quiere mayor tajada del mercado local de cemento, La Republica, 21. Juni 2010
Cémex y Holcim deberán responder por contaminación del río Tunjuelo, El Espectador, 8. Juni 2010

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