Glencores Tocherfirma umgeht Steuerzahlungen in Sambia

Mopani Copper Mines Plc wird des massiven Steuerbetrugs verdächtigt. Dabei handelt es sich um eine in Sambia regisitrierte Firma, von der Glencore International AG 73 Prozent über die Invesitionsfirma Carlisa besitzt. Letztere ist auf den Britischen Virgin Islands eingetragen.

Der Verdacht auf Steuerbetrug entstand aufgrund eines im Jahre 2010 fertiggestellten Gutachtens, das von den sambischen Steuerbehörden und dem Finanzamt in Auftrag gegeben worden war. Das Ergebnis des Gutachtens wurde nur publik, weil es zu verschiedenen NGO's durchgedrungen war.

Gemäss diesem Gutachten befördert Mopani Copper Mines Plc Gewinne mit Hilfe von Derivatgeschäften ins Ausland, um die Steuerbilanz in Sambia zu minimieren. Würden in Sambia dieselben Kupferpreise wie in der Schweiz bezahlt, so handelte es sich bei den umgangenen Steuern um das Doppelte dessen Bruttoinlandprodukts (rund 29 Milliarden US-Dollar).

Gleichzeitig erhält Mopani einen Kredit von 48 Millionen Euros von der Europäischen Investmentbank.
Mehr Informationen zum Steuerbetrug (Zambian Watchdog, 18.2.2011)
Mehr Informationen zur Finanzierung durch die Europäische Investmentbank (bastamag, 11.1.2011)

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