Arbeitskonflikt bei Carbones de la Jagua, Militarisierung der Mine

Bei Glencore spitzt sich ein weiteres Mal ein Arbeitskonflikt gefährlich zu. Am 11. Mai 2012 hatte die Gewerkschaft Sintramienergetica dem Unternehmen einen Forderungskatalog präsentiert, über den bis heute, nach mehr als 40 Tagen Verhandlungen, noch keine Einigung erzielt werden konnte. Am 6. und 7. Juli hat die Gewerkschaftsbasis in Versammlungen mit grosser Mehrheit für den Streik votiert. Nun hat Glencore die Mine militarisieren lassen, und versucht, Leiharbeiter in die Mine zu schleusen, um einen erfolgreichen Streik der Arbeiter zu verhindern.

Am 10. Juli 2012 haben gemäss Informationen der Gewerkschaften Glencore und deren Tochterfirmen Carbones de La Jagua und Consorcio Mineros Unidos einen Zugang zum Bergbaukomplex La Jagua gesperrt und die staatlichen Sicherheitskräfte aufgefordert, einen neuen Eingang, den die Mine einrichtete, zu bewachen. Durch diesen Eingang sollten während des Streiks Leiharbeiter in die Mine gelangen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Gewerkschaft beklagt, dass der Arbeitskonflikt dadurch militarisiert wurde. In der Vergangenheit kam es bei Streiks und Protesten der Arbeiter und der lokalen Bevölkerung immer wieder zu unverhältnismässigem Gewalteinsatz, zu Übergriffen mit Verletzten, zu Sachbeschädigungen und zu willkürlichen Verhaftungen. Es ist zu befürchten, dass es auch dieses Mal soweit kommen könnte.

Aus diesem Grund hat die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien einen Musterbrief an das Unternehmen entworfen, mit Kopie an Beamte des Arbeitsministeriums.
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Carbones de la Jagua –CDJ- y Consorcio Minero Unido –CMU- (GLENCORE), militariza las minas, en respuesta a peticiones obreras (CUT, 12.7.2012)
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