Straflosigkeit in Peru: Bis heute kein Verfahren wegen der Ermordnung von Bergbaukritikern eröffnet

Sieben Menschen sind in den letzten Monaten bei Protesten gegen Bergbauprojekte in Peru ums Leben gekommen. Darunter befinden sich Rudecindo Manuelo Puma und Walter Sencia Ancca, gestorben am 28. Mai in Espinar. Dort wehrt sich die Bevölkerung seit längerem gegen die Auswirkungen der Minentätigkeit von Xstrata-Tintaya.

Die Zeitung La Republica hat die Tätigkeit der Strafbehörden bei den sieben Tötungen verfolgt und stellt eine notorische Verschleppung der Fälle fest. Bis heute ist kein einziges Verfahren eröffnet worden. Dies hat u.a. damit zu tun, dass nicht die Behörden vor Ort für die Untersuchung zuständig sind. So hat die Staatsanwaltschaft die Behörden der Provinz Ica anstelle von Espinar mit den Verfahren von Rudecindo Manuelo Puma und Walter Sencia Ancca beauftragt.
Fiscalía no sabe quiénes mataron a 7 pobladores en Espinar y Cajamarca (La Republica, 11.8.2012)

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