Jahrestag der Konflikeskalation vom 21. Mai 2012: Friedliche Demonstration in Espinar

Der Jahrestag der Proteste vom 21. Mai 2012 begann mit einer Schweigeminute im Andenken an die Verletzten und Toten, insbesondere in den Jahren 2012 und 1990. Am anschliessenden friedlichen Protestzug nahmen rund 200 Personen teil.


Am 21. Mai 2012 erhob sich die Bevölkerung von Espinar, um gegen den Kupferabbau von Xstrata Tintaya zu protestieren. Seit Jahren beklagten sich die Bauern über Schwermetallbelastungen im Wasser und Boden, der zu Miss- und Totgeburten bei ihren Vieherden führten. Der Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung der Ursache dieser Schwermetallbelastung kam Xstrata Tintaya nicht nach. Anstelle den Dialog zu suchen, beauftragte der Konzern die seit Jahren unter Vertrag stehende peruanische Polizei, das Bergbaugelände vor den Protesten zu schützen. Ende Mai eskalierte die Situation, es kam zu Verletzten und drei Todesopfern. Auf dem Bergbaucampus von Xstrata Tintaya wurde ein illegales Gefangenenlager eingerichtet, in dem es zu Drohungen und Folterungen kam.

Bis heute kam es weder zu einer Untersuchung der Ereignisse im Gefangenenlager, noch zur abschliessenden Aufklärung der Ursache der Schwermetallbelastung im Umfeld der Kupfermine von Xstrata Tintaya. Deswegen befürchteten lokale Organisationen, dass die Jährung der Proteste wiederum die Gemüter erhitzen könnten. MultiWatch machte Glencore Xstrata plc. in einem Schreiben vom 14. Mai 2013 auf die angespannte Situation in Espinar aufmerksam. Die einzige beobachtbare Reaktion war das Aufgebot von zusätzlichen rund 500 Polizisten in der Region.
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Hintergrundbericht zur Zusammenarbeit von Xstrata Tintaya und peruanischer Polizei (MultiWatch, Mai 2013) - document, 0.99 MB)   Hintergrundbericht zur Zusammenarbeit von Xstrata Tintaya und peruanischer Polizei (MultiWatch, Mai 2013) (0.99 MB)

Zurück