La Alumbrera Argentinien

Die Mine Bajo Alumbrera liegt in der argentinischen Provinz Catamarca im Departement Bélen, nordwestlich der Stadt Andalgalá. Im Jahre 1997 wurde das Bergwerk Bajo de Alumbrera nach einer Bauzeit von mehreren Jahren in Betrieb genommen. Der Abbau erfolgt im Tagbau. Die Mine wird als grösste, älteste und profitabelste Tagbaumine in Argentinien bezeichnet. Abgebaut werden vor allem Kupfer und Gold, jedoch auch andere Metalle. Geplant ist, die Mine bis 2017 zu betreiben. Die Finanzierung wurde durch die Weltbank sowie Exportförderagenturen und Banken aus Australien, Kanada, Belgien und Deutschland ermöglicht. Im Jahre 2003 übernahm Xstrata die australische MIM Holdings und so auch die Federführung des Projekts. Der 2013 enstandene Konzern Glencore Xstrata plc. - heute Glencore plc - besitzt aktuell als Hauptaktionär 50 Prozent der Aktien. Die kanadischen Firmen Goldcorp Inc. und Northern Orion Resources Inc. besitzen mit 37,5 Prozent beziehungsweise 12,5 Prozent die restlichen Anteile des Aktienpakets. Der Betrieb der Mine Bajo Alumbrera erfolgt durch das Konsortium „Unión Transitoria de Empresas“ (UTE).

Die Betreiber von Alumbrera deklarieren auf ihrer Homepage, dass sie ihre Aktivitäten verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung des Konzepts der Nachhaltigkeit ausüben. Im Jahre 2008 erhielt das Unternehmen eine ISO-14001-Zertifizierung für unternehmensinterne Umweltschutzbemühungen. Die Zertifizierung wurde jedoch von äusserst fragwürdigen Organisationen erteilt. Denn es wurden regelmässig Rückstände von Schwermetallen in den Gewässern und im Boden der Provinz Catamarca nachgewiesen. Im Juni 2008 wurde beim lokalen Gericht gegen Julian Rooney, Vizepräsident von Xstrata, eine Klage wegen strafrechtlich relevanter Umweltverschmutzung eingereicht. Eine weitere Klage folgte im Februar 2010 wegen einer errechneten Steuerhinterziehung von rund 8.26 Milliarden US-Dollar.
In der ersten Jahreshälfte 2012 kam es zu massiven Protesten und Strassenblockaden, weil sich die lokale Bevölkerung gegen die Weiterbetreibung des Expansionsprojekts "Agua Rica" von La Alumbrera wehrten. Agua Rica war aufgrund des Widerstandes in der lokalen Bevölkerung seit Februar 2010 per Gerichtsentschluss sistiert. Grund für den Widerstand war neben der Wasserverschmutzung in erster Linie der massive Wasserverbrauch des Bergbaus und die dadurch bedrohte Wasserversorgung der AnwohnerInnen. Xstrata setzte jedoch seine Interessen mit Militärgewalt durch und liess im Juli 2012 die Blockaden gewaltsam räumen.
News zu La Alumbrera
6.11.2017: Paradies Papers: Offshoretricks bei der Betreibung von La Alumbrera
11.7.2017: Glencore: Gerichtlich angeornete Schliessung von La Alumbrera wegen Umweltverschmutzung
25.6.2017: Schliessung von Bajo La Alumbrera
14.1.2017: Historisches Urteil: Umweltzerstörung wegen Bergbau wird sanktioniert
9.1.2017: CEO von La Alumbrera (Glencore) verurteilt
3.3.2016: Glencore Argentinien: CEOs von Alumbrera müssen vor Gericht aussagen
10.10.2014: La Alumbrera: Abgeordnete verlangen Rechenschaft über ausgebliebene Steuern
15.9.2014: Argentinien: Neue Beweise im Gerichtsverfahren gegen La Alumbrera
19.5.2014: Widerstand gegen Trafostation von La Alumbrera
14.2.2014: Glencore expandiert in Catamarca, Argentinien
5.2.2014: Glencore Xstrata Mine in Argentinien suspendiert
3.7.2013: Gerichtsverfahren gegen La Alumbrera bereits 14 Jahre verzögert
19.5.2013: La Alumbrera: Wasserverschmutzung und massiver Energieverbrauch
11.10.2012: Staatsanwalt zitiert Führungspersonen von La Alumbrera (Xstrata) vor Gericht
25.7.2012: Gewaltsame Räumung der Blockade der Mine La Alumbrera (Argentinien)
12.7.2012: Aufruf zur Blockade der Zufahrten der Mine Alumbrera (Xstrata) in Argentinien
15.2.2012: Xstrata versetzt Andenstadt in Ausnahmezustand
30.1.2012: Zugang zu Xstrata-Mine La Alumbrera blockiert
15.4.2011: Untersuchung wegen Steuerhinterziehung von Alumbrera