Schmidheiny zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt

Der Schweizer Milliardär wurde am Montag in Turin vom Apellationsgericht zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Bereits im Februar 2012 wurde dem ehemaligen CEO der Eternit S.p.A. (Genua) eine Strafe von 16 Jahren auferlegt, weil er den Tod von rund 3000 Personen - ArbeiterInnen oder AnwohnerInnen der Frabriken der Eternit S.p.A. - mitverursacht habe. Schmidheiny kündigte an, dass er das Urteil an den Kassationshof weiterziehen würde.

Die Eternit S.p.A. war 1986 Konkurs gegangen. Stephan Schmidheiny hatte 1976 die Leitung der Schweizerischen Eternit-Gruppe, die auch im Ausland zahlreiche Eternit-Beteiligungen hielt, von seinem Vater Max übernommen. Thomas Schmidheiny, langjähriger Chef und Verwaltungspräsident des Zementkonzerns Holderbank (später: Holcim), kauft 1989 die Aktien der Schweizer Eternit AG mit ihren Fabriken in Niederurnen (NW) und Payerne (VD) von seinem jüngeren Bruder.
Procès Eternit:verdict en appel attendu dans le procès de l'amiante (Swissinfo, 3.6.2013)
Sentence upped for Swiss tycoon in asbestos trial (Business & Human Rights, 3.6.2013)
siehe auch:
2.8.2012: Untersuchung in Italien auch gegen Thomas Schmidheiny

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