Umweltverschmutzung und Zerstörung von Lebensraum

Eines der gravierensten Probleme des Bergbaus, insbesondere des Tagebaus, ist die Umweltverschmutzung und die Zerstörung von Lebensraum. Dabei unterscheiden sich die beiden Konzerne Glencore und Xstrata kaum im Ausmass produzierter Umweltbelastungen. Der Unterschied bestand hauptsächlich darin, dass Xstrata die Zerstörung hinter schönen Absichtserklärungen zu verstecken versuchte.

Bei beiden Unternehmen kam es bei Tagebauminen nicht nur zur umfassenden Zerstörung von Ackerland, sondern auch zu Erosion und Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung von grossen Gebieten. Dörfer wurden durch die Minen von ihren Trinkwasserquellen abgeschnitten. Bäche und Flüsse wurden umgeleitet, ungeachtet dessen, ob die Anwohner/innen damit ihrer Lebensgrundlage beraubt oder heilige Stätten zerstört wurden.
Nicht nur der massive Wasserverbrauch des Bergbaus und der dadurch abgesunkene Grundwasserspiegel führten dazu, dass umliegende Gemeinden Probleme mit der Trinkwasserversorgung hatten. Oft gelangte das mit Schwermetallen verschmutzte Abwasser des Bergbaus ungereinigt in die Flüsse und damit ins Trinkwasser. An verschiedenen Orten führte das Verladen der abgebauten Kohle auf Schiffe zur Verschmutzung von ganzen Küstenregionen, was die Fischbestände und Naturwunder wie z.B. das Great Barrier Reef beeinträchtigen und dadurch auch Einkommensquellen wie den Tourismus gefährdet.
Der Feinstaub des Kohleabbaus und die durch die Verhüttung der Erze abgesonderten giftigen Gase führten in mehreren Fällen zu gesundheitlichen Problemen bei den Anwohner/innen. Im Umfeld von Kohleminen häuften sich die Erkrankungen der Atemwege, neben den Schmelzwerken kam es z.B. zu Bleivergiftungen, die gerade bei Kindern zu massiven Entwicklungsstörungen geführt haben.

Bei beiden Konzernen kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Klagen wegen Umweltverschmutzung, die in etlichen Fällen zur Verurteilung der Unternehmen geführt haben. Beide Unternehmen waren trotz dieser Verurteilungen bemüht, Schwermetallbelastungen zu verneinen, indem diese auf natürliche Vorkommen zurückgeführt und die in den wissenschaftlichen Studien verwendeten Grenzwerte in Frage gestellt wurden.

Die Fusion der beiden Konzerne hat an diesen Problemen nichts geändert. Gemäss Glencore International AG-CEO Glasenberg ist die Maximierung der Rendite für die Aktionäre oberstes Ziel des neuen Konzerns. Dies lässt vermuten, dass die nötigen umfassenden Investitionen in einen umweltverträglicheren Bergbau in den nächsten Jahren wohl nicht getätigt werden.