Zwei Güterzüge Braunkohle pro Woche für Holcim-Werk im Aargau

Der Schweizer Zementriese setzt in seinem Werk Siggenthal demnächst auf den schmutzigsten aller Energieträger. Warum tut Holcim das? Erklärungen aus der Konzernzentrale.


(...) die Zementbranche [erhält] schlechte Zensuren – von den Umweltverbänden. Verantwortlich dafür ist die Holcim, eine der grössten Zementherstellerinnen weltweit. In ihrem Werk Siggenthal in Würenlingen AG will Holcim ab Herbst 2013 den bislang wichtigsten Energielieferanten Steinkohle ersetzen: durch Braunkohle – den schädlichsten Energieträger überhaupt. Nicht nur entweicht bei der Verfeuerung mehr CO2 in die Luft – auch ist der Brennwert von Braunkohle geringer als jener der Steinkohle. Die Holcim muss also für die gleiche Wärme grössere Mengen als mit Steinkohle transportieren und verbrennen. Zwei Güterzüge werden das Zementwerk Siggenthal mit 1500 Tonnen Braunkohle pro Woche beliefern. Nötig wird der Bau eines Stahlsilos als Speicherplatz sowie von zwei zusätzlichen Gleisen; die Gemeinden Würenlingen und Siggenthal haben diese Projekte bewilligt.
Ganzer Artikel (Der Bund, 19.8.2013)

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