Kohleabbau in Australien: Ganze Dörfer drohen auszusterben wegen Stellenabbau

Der Stellenabbau in der Kohleindustrie Australiens hat in den zentralen Highlands eine prekäre Situation entstehen lassen. Nachdem die letzten 100 Jahre Generation für Generation im Kohleabbau tätig war, drohen nun die Dörfer zu verwaisen.


Ende August hat Glencore Xstrata die Streichung von 400 Stellen in der Collinesville-Mine angekündigt. Das Bergwerk soll während drei Monaten stillgelegt und gewartet werden. Danach wird der Betrieb mit neuen Angestellten wieder aufgenommen. Es sei möglich, dass ehemalige Arbeiter wieder eingestellt würden. Dass dies die Betroffenen verunsichert und verängstigt, ist klar. Es quält sie die Frage, was sie in diesen drei Monaten Betriebspause tun und ob sie danach wieder eingestellt werden. Dieselbe Situation besteht in der Oaky Creek- und in der Glenden-Mine. Werden die bestehenden Arbeiter nicht weiterbeschäftigt, so führt dies zum Aussterben ganzer Dörfer, in denen lediglich ein paar Pensionierte zurückblieben.

Die Gewerkschaft CFMEU verlangt von den Unternehmen wie Glencore Xstrata, dass sie diesbezüglich mehr Verantwortung übernehmen und adäquat kommunizieren. So habe Glencore Xstrata die Arbeiter von Collinsville in einem Schreiben darüber informiert, dass die Mine erweitert werde. Dies scheine nun aber nicht der Fall zu sein.
Central Highlands mining situation just gets worse (CQ News, 16.8.2013)

Zurück