Polizeiübergriffe in der Gemeinschaft Urinsaya in Espinar - Glencore-Xstrata in Verdacht

In der Provinz Espinar, in der die Schweizer Rohstofffirma Glencore-Xstrata die Mine Antapaccay betreibt, ist es am 5. November zu physischen und psychischen Übergriffen durch die Polizei an EinwohnerInnen der Gemeinschaft Unrinsaya im Distrikt Coporaque gekommen. Bei den betroffenen Gemeinschaftsmitgliedern handelt es sich offenbar um diejenigen, welche sich gegen das Strassenprojekt zwischen der Mine Antapaccay und der Mine Las Bambas (ebenfalls im Besitz von Xstrata) zur Wehr setzten.
Laut der Provinzregierung von Espinar werden die Polizeikräfte, die in Urinsaya im Einsatz waren von Xstrata Las Bambas bezahlt. Der Bürgermeister gab bekannt, 15 Personen seien brutal geschlagen und 1 Gemeinschaftsmitglied sogar festgenommen und seither nicht mehr gesehen worden.

Die Zusammenhänge dieser Schikanen sind noch nicht ganz geklärt. In der Provinzhauptstadt besteht zur Zeit allgemein ein grosses Polizeiaufgebot (rund 1000 Polizisten), weil seit dem 4. November Moblilisierungen gegen das Staudammprojekt Majes Siguas stadtfinden. Über dieses Projekt soll in diesen Tagen durch das peruanischen Verfassungsgericht entschieden werden. Die Bevölkerung Esipinars setzt sich seit Längerem entschieden dem Staudammprojekt entgegen. Die Espinarenses befürchten, dass die geplanten Flussumleitungen die Wasserversorgung der Provinz während grossen Teilen des Jahres stark gefährdet.

In welchem Zusammenhang die Übergriffe auf die Gemeinschaft Unrinsaya mit dem Polizeiaufgebot wegen den Staudamm-Protesten stehen, ist momentan nicht geklärt.
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