Welle der Repression gegen die Provinz Espinar in Peru

In einem offenen Brief drücken die Mitgliederorganisationen von OCMAL (Observatoria de Conflictos Mineros en América Latina) ihre grosse Besorgnis über die Repression der peruanischen Regierung gegenüber der Bevölkerung und der Provinzregierung Espinars aus. Die Geschehnisse der letzten Tage und Wochen widersprechen laut OCMAL den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstates. Zu diesen Geschehnissen gehören:
  • Exzessive Polizeipräsenz in Espinar ohne Rechtfertigung
  • Physische und psychische Misshandlungen sowie Agressionen auch gegenüber Frauen und Kindern der Gemeinschaft Urinsaya, Espinar
  • Die ungerechtfertigte Kürzung des Haushaltsbudgets der Provinzverwaltung Espinars durch die Zentralregierung, als Form der Repression
  • Mediale Diffamierungskampagnen gegen die Provizregierung und die Bevölkerung
  • Kriminalisierung und Verfolgung von politischen Amtsinhabern und Führungspersonen
  • Die Durchsetzung des Staudammprojektes Majes Siguas II ohne adäquate Verträglichkeitsstudien und ohne die Eintscheidungsfreiheit der lokalen Bevölkerung
OCMAL richtet sich mit der Frage an die peruanische Regierung, welche Absichten sie mit diesen Methoden verfolge. Denn wenn die Regierung den sogenannten “Neuen Bergbau” und mit ihm Nachhaltige Entwicklung fördern wolle, müsse sie die Interessen und die Partizipation der Bevölkerung, deren Rechte sowie die demokratischen Grundprinzipien respektieren.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Mitteilung OCMAL auf Spanisch - document, 0.13 MB)   Mitteilung OCMAL auf Spanisch (0.13 MB)

Zurück