Syngenta will Ausnahmebewilligung für Insektizid

Seit Dezember 2013 sind in der EU bestimmte Nervengiften der Neonicotinoid-Gruppe für vorerst zwei Jahre verboten, weil diese ein massives Bienensterben zur Folge hatten. Syngenta hat in Grossbritannien gegen dieses Verbot Beschwerde eingelegt. Am ersten Juli 2014 hätte die britische Regierung über die Beschwerde von Syngenta entscheiden sollen. Dazu kam es nicht, weil Syngenta die Beschwerde zurückgezogen hat.

Syngenta wollte eine Ausnahme der Anwendung des Insektenschutzmittels bei Raps erwirken, da dies der einzige Weg sei, die in Grossbritannien angepflanzten 186'000 Hektaren Raps zu schützen. Den Rückzug der Beschwerde begründete die Firma damit, dass es nun zu spät sei, die Bauern für 2014 noch mit dem Insektizid zu versorgen. Hingegen will Syngenta für 2015 eine Ausnahmebewilligung für den Notfall erwirken.

Mehr dazu:
Syngenta seeks exemption from neonicotinoid ban (treehugger, 3.7.2014)
Syngenta withdraws application to use banned bee-killing pesticide (blue&green tomorrow, 4.7.2014)
Siehe auch:
30.4.2013: Bienenschutz: Schweiz zieht bei Pestizidverbot nach
1.3.2013: Bienensterben : Greenpeace und Imker überreichen Petition zum Bienenschutz
21.1.2013: Bienensterben - EU warnt vor Insektiziden von Bayer und Syngenta

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