Holcim-Leiharbeiter in Indien kämpfen für mehr Lohn

David gegen Goliat: In zwei Holcim-Werken in Indien kämpfen Tausende Leiharbeiter seit Jahren um eine Festanstellung. Bis heute will der grösste Baustoffkonzern der Welt nichts davon wissen. Etwas Hoffnung bleibt aber.


Der Streit zwischen Holcim und den Leiharbeitern begann 2005. Damals kaufte der Konzern zwei indische Zementfabriken. In der einen war ein Drittel der Belegschaft Leiharbeiter, in der anderen die Hälfte.

Am Anfang war die Freude gross: Die Verantwortlichen von Holcim versprachen viele Verbesserungen. Doch knapp zehn Jahre später habe sich nichts verbessert, sagt Gewerkschafter Lakhan Sahu.

Der 42-Jährige wirbt diese Woche mit einer kleinen Delegation in der Schweiz für die Rechte der Leiharbeiter. Diese verdienten mit umgerechnet 93 Franken pro Monat immer noch nur ein Drittel von dem, was ein festangestellter Zementarbeiter nach Hause trage, sagt er. Das reiche einer Familie kaum zum Überleben.

Anders als die Festangestellten hätten Leiharbeiter keinen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und festen Unterkünften. Sie müssten in Slums leben, ihre Kinder bekämen eine schlechtere Schulausbildung, so Sahu.
Ganzer Artikel (SRF, 25.10.2014)

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