Peru: Schwermetallbelastung bei AnwohnerInnen einer Glencore-Mine nachgewiesen

Anfangs 2013 führten das "Instituto Nacional de Salud (INS)" und das "Centro de Salud Ocupacional y de Protección del Ambiente para la Salud (Censopas)" in den Gemeinden Alto Huancané und Huisa in der Nähe von Cusco Analysen durch mit dem Ziel, sechs verschiedene Schwermetalle im Körper der AnwohnerInnen der Glencore-Mine Tintaya-Antapaccay nachzuweisen. Tatsächlich wurden in Blut und Urin die untersuchten sechs Metalle festgestellt. Was die Bevölkerung aber nicht wusste war, dass nicht nur sechs, sondern insgesamt 17 verschiedene Metalle untersucht worden waren, die ebenfalls alle im Körper der untersuchten Personen enthalten waren.

Der an der Studie beteiligte Arzt Fernando Osores Plengue deponierte an verschiedenen Stellen die Anklage, dass gegen das Studienprotokoll und das öffentliche Beschaffungswesen verstossen worden sei, indem für die Analyse ein Anbieter ausserhalb des Landes verwendet wurde und so die Ergebnisse von 11 Metallen vertuscht worden seien. Die Studie hätte das Ziel gehabt, die gesundheitsgefährdende Umweltverschmutzung und deren Quellen festzustellen. Das sei nicht umgesetzt worden. Von 170 Urinpoben enthielten 67% Uran. Die Ergebnisse zeigen die Anwesenheit von Schwermetallen im Blut und Urin, die unabhängig von der Höhe der Konzentration dort nicht vorkommen sollten. Die dauernde Belastung mit Uran kann zu Krebs- und Nierenerkrankungen führen.
Ganzer Artikel (La Republica, 26.12.2014)

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