El Cerrejón: Die Umweltzerstörung geht weiter...

Die Auswirkungen des Bergbaus auf das Wasser sind so erwiesen, wie zerstörerisch. Ein einziger Blick auf den Kohletagebau in der Guajira (Kolumbien) erlaubt es, die Dimension der Umweltzerstörung zu erfassen.


Im November des letzten Jahres hat das Joint Venture Carbones de El Cerrejón (Glencore, Anglo American, BHP Billiton) die Umweltlizenz zur Erweiterung des Kohletagebaus erhalten. Dieses Erweiterungsprojekt beinhaltet die Umleitung verschiedener Flüsse (z.B. Arroyo Bruno und Río Palomino) und Infrastrukturbauten zum Abbau von weiteren 40 Millionen Tonnen Kohle. Die Umweltlizenz wurde von der nationalen Umweltlizensstelle ANLA erlassen. Basis dafür waren Studien, die das Unternehmen selber durchgeführt hat und, soweit bekannt, keine Überprüfung durch die Lizenzsstelle vor Ort stattgefunden hat, wie wichtig z.B. der Bruno-Fluss für die Versorgung von Landwirtschaftsgebieten und den Ortschaften Albania und Maicao ist. Das Innenministerium hat festgehalten, dass Campo Herrera das einzige Dorf sei, das man im Vorfeld konsultieren müsse (consulta previa). Dabei vergessen gingen mindestens fünf weitere Dörfer, die durch den Bruno-Fluss versorgt werden und die eine über Generationen hinweg gefestigte Bindung an dieses Gebiet haben.

Seit mehr als 20 Jahren ist die ILO-Konvention 169 (Übereinkommen über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern) in die kolumbianische Gesetzgebung integriert und es existiert eine weitführende Rechtssprechung gegenüber diesem Recht. Trotzdem besteht noch immer ein grosses Unwissen und die Ausbeutung und Zerstörung der Lebensgrundlagen dieser Völker geht weiter.
Ganzer Artikel (OCMAL, 10.8.2015)

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