Ratshausen: Holcim Schuld an Hochwasser?

Viele Ratshausener (D) suchen nun den Grund für das Hochwasser. Ist der Bergabbau Schuld daran? Kann das Wasser nicht mehr im Boden versickern?


Bürgermeister Heiko Lebherz hatte die Holcimvertreter, Werksleiter Dieter Schillo und Andreas Junginger, Leiter der Gewinnungsbetriebe, in die Gemeinderatssitzung eingeladen, um offene Fragen der Bürger zu klären. So nutzten viele die Gelegenheit und schickten ihre Fragen vorab dem Bürgermeister oder stellten sie bei der Bürgerfragestunde.

Gerade das Hochwasser, das durch den starken Regen entstand, bewegt die Gemüter. Könne es sein, dass der Boden durch die Last des Schwerlastverkehrs versiegelt wird, so lautete eine Frage aus dem Publikum. "Der Boden gleicht einem gepflasterten Hof", lautet es aus dem Publikum. "Ich zahle dann Abwassergebühren, was zahlt Holcim?" Werksleiter Schillo erklärte später, dass die beiden Becken im Abbaugebiet damals extra gebaut wurden, damit sich das Wasser dort sammeln und versickern kann.

Erst später stellte man fest, dass sich direkt darunter eine Bodenschicht befindet, die wasserundurchlässig ist. So suche sich das Wasser seinen Weg und würde in Richtung Ratshausen und Hausen am Tann abfließen. Eigentlich sollten die Wassermengen durch die Zuleitung auf dem Plettenberg reguliert werden können. Doch die Sicherheitsfunktion streikte beim letzten starken Regen. Die Schranke ließ sich nicht mehr schließen, da der Schacht übergelaufen war. "Der Firma Holcim wurde daraufhin auferlegt, das Problem zu beheben", so Lebherz. Es seien dringend Umbaumaßnahmen notwendig. Selbst Werksleiter Schillo ärgert sich über das Versagen der Technik. (...)
Ganzer Artikel (SWP, 4.8.2015)

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