Glencore: Umweltprobleme mit der australischen Zink-Blei-Silbermine

Der zu Glencore gehörenden australischen McArthur River Zinc Mine droht laut Mining.com die Schließung wegen Umweltproblemen. Die Mine produziert jährlich rund 380.000 t Zink, über 90.000 t Blei und 110 t Silber. Sie zählt zu den größten Zinkminen weltweit (Weltzinkförderung über 11 Mio.t). Ihr Anteil an der weltweiten Silberproduktion liegt bei knapp 0,5%, womit sie auch zu den sekundären Silberminen zählt, die zusammen 70-80% des Silbers fördern. Die aktuelle Erzförderung von 2,5 Mio.t soll in den nächsten Jahren verdoppelt werden.
Doch nun droht der Mine die Schließung, wenn sie den Umweltauflagen nicht nachkommt. 90% der Fische in einem nahegelegenen Fluss sollen laut einer Untersuchung überhöhte Bleiwerte aufweisen, zudem klagen Anrainer über potentiell giftigen Rauch und Säureausflüsse aus einer Deponie. Auch das Vieh in Minennähe weist unzulässige Bleiwerte auf. Glencore bezeichnete die Zahlen zu den Bleikontaminationen als überholt und hat bis Oktober Zeit, neue Zahlen zu liefern. Die Angelegenheit könnte jedenfalls für die ohnehin gebeutelte Glencore so oder so teuer werden. Die Mine gehörte zuvor zu Xstrata, die übernommen wurde.
Ganzer Artikel (BoerseExpress, 2.9.2015)
McArthur river pollution: Glencore yet to put up all warning signs a year after alert (The Guardian, 27.8.2015)
Mehr zum Fall im MultiWatch-Dossier zur McArthur River-Mine

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