Zwei neue Studien zu Kohleabbau, Bergbau und Menschenrechte in Kolumbien

Die kolumbianische NGO Tierra Digna hat im Oktober zwei neue Studien zu Unternehmen und Menschenrechte respektive zu den Folgekosten des Kohleabbaus veröffentlicht. Die erste Studie mit dem Titel “Seguridad y Derechos Humanos ¿Para quién?: Voluntariedad y Militarización, estrategias de las empresas extractivas en el control de los territorios" analysiert unter verschiedenen Blickwinkeln die Umsetzung der Leitsätze von John Ruggie in Kolumbien, und im Vergleich dazu die Umsetzung der Freiwilligen Prinzipien für Sicherheit und Menschenrechte sowie die mit dem Rohstoffabbau einhergehende Militarisierung und deren Folgen auf die Territorien von ethnischen Gemeinschaften und Kleinbauern. Insbesondere macht die Studie eine vertiefte Analyse über die Kooperationsabkommen mit den Sicherheitskräften für die Sicherheit der Unternehmen und schliesst auf deren Verfassungswidrigkeit.
Seguridad y Derechos Humanos ¿Para quién?: Voluntariedad y Militarización, estrategias de las empresas extractivas en el control de los territorios (Tierra Digna, Oktober 2015)
Die zweite Studie trägt den Titel "El Carbón de Colombia: ¿quién gana y quién pierde? - Minería, Comercio Global y Cambio Climático". Sie handelt von den Kohlenminen der Bergbaukonzerne Glencore, Drummond und Colombian Natural Resources (Goldman Sachs) im Departement Cesar und zeigt die Auswirkungen auf, die der Kohleabbau, der Transport und die Verschiffung der Kohle für die Region haben. Insbesondere werden die Umwelt-/Luftbelastung, der Wasserverbrauch und die Folgen für die menschliche Gesundheit dargestellt. Tierra Digna arbeitet dabei mit dem Konzept des Umwelt-Fussabdrucks (huella ambiental). Die Studie stellt einen Diskussionsbeitrag zur Debatte über Entwicklung, Klimawandel, und soziale und Umweltgerechtigkeit vor dem Hintergrund internationaler Verpflichtung dar.
El Carbón de Colombia: ¿quién gana y quién pierde? - Minería, Comercio Global y Cambio Climático (Tierra Digna, Oktober 2015)

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