El Cerrejón: 27 Flüsse ausgetrocknet wegen Minentätigkeit

Im Rahmen der Kampagne “La Guajira le habla al país” (Die Guajira spricht zum Land) haben Vorsitzende von Gemeinden und Organisationen, die die Organisationsprozesse der betroffenen Bevölkerung rund um die Mine El Cerrejón (zu einem Drittel Glencore) unterstützen, eine Pressekonferenz abgehalten. Sie präsentierten die aktuelle Situation in diesem Departement und die tatsächlichen Gründe für die humanitäre und klimatische Krise, von der die dort ansässigen indigenen und afrostämmigen Familien betroffen sind.


Gemäss Zahlen der UNICEF sind in den letzten sechs Jahren 5'000 Kinder des Volkes der Wayúu an Unternährung gestorben. Ausserdem sind nach Angaben der Gemeinschaften 26 Wasserquellen versiegt. Die Regierung schreibt diese Situation dem Wetterphänomen El Niño und der Korruption zu. Doch für die BewohnerInnen der Guajira ist die Hauptursache die Minentätigkeit der Tagebaumine El Cerrejón. Für sie ist El Niño eine Ausrede, um die Unregelmässigkeiten zu verschleiern, die es El Cerrejón ermöglicht haben, die Wasserreserven der Gemeinde abzuzapfen, rund 12'000 Hektaren tropischer Trockenwald abzuholzen, Seen und Wasserläufe zu zerstören, Minenabfälle in sensiblen Zonen zu deponieren und dadurch Wasserquellen zu verseuchen, Familien hereinzulegen und kulturelle Traditionen zu zerstören. (...)
Ganzer Artikel (OCMAL, 15.4.2016)

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