Syngentas Offensive zur Ernährungssicherheit erntet Misstrauen

Das Hilfswerk Swissaid prangert die Macht des Agrarkonzerns Syngenta an. Der wachsende Einfluss solcher Konzerne gefährde die Ernährungssicherheit.


Der Basler Agrarmulti Syngenta steht dieser Tage wegen des Übernahmedeals mit Chem China im Fokus. Vorerst wird am 26. April aber eine ganz normal Generalversammlung stattfinden. Vor- und Nachteile werden höchstens am Rande ein Thema sein. Kritiker befürchten, dass sich Syngenta mit dem Verkauf an ein chinesisches Staatsunternehmen der öffentlichen Kontrolle ihrer Aktivitäten entzieht.

Das erfüllt Organisationen wie das Schweizer Hilfswerk Swissaid mit Sorge. Sie prangern die Macht des Saatgut- und Spritzmittelherstellers seit langem an. Zunehmend weiteten Konzerne wie Syngenta ihre Kontrolle über die Produktion von Lebensmitteln aus. Dies sei im Hinblick auf die Ernährung der wachsenden Erdbevölkerung eine bedenkliche Entwicklung. Darum haben die Nichtregierungsorganisationen unter anderem der fortschreitenden Patentierung von Nutzpflanzen den Kampf angesagt. Ein Beispiel ist die gegen weisse Fliegen resistente Peperoni, die sich Syngenta im Frühjahr 2013 patentrechtlich sichern liess. (...)
Ganzer Artikel (BZ, 8.4.2016)

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