Cerrejón: Lizenz für Abbau im Brunofluss entzogen

Gemäss Mitteilung des Administrativgerichts des Staates Guajira im Norden Kolumbiens ist der Kohlemine El Cerrejón die Umweltlizenz für den Abbau in der Region Guajira entzogen worden.


Der Gerichtsentscheid wurde aufgrund der Absicht des Kohleminenunternehmens El Cerrejón gefällt, den Brunofluss umleiten, damit in seinem ursprünglichen Bachbett mit dem Abbau begonnen werden könne. Dieser Fluss versorgt jedoch den Grossteil der indigenen Gemeinschaften der Wayúu des Klans Pushaina von la Horqueta.

Im Gerichtsentscheid wird argumentiert, dass die Beweislage dafür spreche, dass die indigene Gemeinschaft der Wayúu nicht gemäss dem gesetzlich vorgeschriebenen Prozess der "Consulta Previa" einbezogen worden sind. Dies treffe auch für den Bau der Eisenbahnlinie zu, die ihre Lebensweise konstant beeinträchtige. (...)

El Cerrejón beabsichtigt 35 Millionen Tonnen Kohle unter dem Lauf des Brunoflusses zu fördern, der bereits jetzt am Austrocknen ist. Hingegen sind die davon betroffenen Gemeinschaften bis jetzt nicht umgesiedelt worden, um zu vermeiden, dass sie unter den Auswirkungen dieses Megaminenprojekts leiden.
Ganzer Artikel (Radio La F.M., 23.5.2016)
Los wayuu aplauden freno a desvío del Bruno; Cerrejón impugnará (EL HERALDO, 15.5.2016)
Siehe auch:
2.6.2016: Bevölkerung der Guajira mobilisiert gegen Umleitung des Flusses Bruno durch Cerrejón

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