Das Volk will anständige Konzerne

Einhaltung von Menschenrechten und Schutz der Umwelt weltweit: Das kommt beim Schweizer Volk an. Gemäss einer Umfrage unterstützen 90 Prozent das Anliegen der Konzernverantwortungs-Initiative.


Crevetten dank Sklavenarbeit, Medikamententests in Ägypten, Gold aus Kinderarbeit: Schweizer Konzerne handeln im Ausland nicht immer nach den hohen hiesigen Standards. Nun kommen Firmen wie Mig­ros, Novartis, Roche oder der Goldhändler Valcambi aber unter Druck, bei Menschenrechten und Umweltrisiken genauer hinzuschauen.

Grund ist die Konzernverantwortungs-Initiative, welche ein Verein von 77 NGO im Herbst einreichen wird. Die Forderungen der Initiative finden in der Bevölkerung massiv Unterstützung. Laut einer aktuellen repräsentativen Demoscope-Meinungsumfrage im Auftrag der Initianten, unterstützen 89 Prozent der Befragten das Anliegen der Initiative. Sie begrüssen es, «wenn Schweizer Konzerne verpflichtet werden, die Menschenrechte und die Umwelt auch im Ausland zu respektieren».

Sogar 92 Prozent der Befragten befürworten, dass Schweizer Konzerne «verpflichtet werden zu überprüfen, ob ihre Tochterfirmen und ihre Zulieferer die Menschenrechte einhalten und Sorge zur Umwelt tragen».

Der ehemalige FDP-Ständerat Dick Marty sitzt im Initiativkomitee und ist der Meinung, multinationale Unternehmen sollten künftig eine wichtige Rolle zur Durchsetzung der Menschenrechte spielen. «In der Schweizer Bevölkerung ist ein grosses Bewusstsein vorhanden, dass in der Wirtschaft bezüglich der Menschenrechte ein Problem besteht.» Dies zeige das deutliche Umfrageresultat, so Marty. (...)
Ganzer Artikel (Blick, 18.2.2016)

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