Xstrata-Prozess: Londoner Gericht kommentiert e-Mailverkehr von Xstrata

Das Londoner Obergericht hat im Verfahren gegen Xstrata Tintaya (heute Glencore) eine erste Stellungnahme abgegeben. Die Anklage wurde von 22 peruanischen Indigenen eingereicht, weil Xstrata bei der Aufklärung der Ereignisse vom Juli 2012 die Herausgabe von Dokumenten verweigert hatte. Speziell geht es dabei um eine e-Mail vom damaligen Xstrata-CEO Charles Sartain an den Südamerika-Verantwortlichen José Marun. In diesem Mail verlangt er ein "direktes, proaktives und hartes Vorgehen" gegen die protestierenden Bürgerinnen und Bürger, die er als "Huhrensöhne" bezeichnete. Der Richter kam zum Schluss, dass dieses e-Mail "relevant und aufschlussreich" sei. Damit erhielte die Annahme der KlägerInnen ein Fundament, dass die Aussagen von Herrn Sartain seine Unterstellten dazu ermutigt hätten, den unverhältnissmässigen Einsatz der Polizei zu unterstützen und zu erleichtern. Das Verfahren findet voraussichtlich Mitte 2017 statt.
Ganzer Artikel (Leighday, 21.7.2016)

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