Indigene Kinder in Kolumbien sterben an Hunger

Im Kohlebergbaugebiet im Norden Kolumbiens sind in diesem Jahr bereits 40 Minderjährige an den Folgen von Unterernährung und Wassermangel gestorben


La Guajira, Kolumbien. Am vergangenen Wochenende sind erneut zwei Kinder der indigenen Volksgruppe Wayuú in der kolumbianischen Provinz La Guajira an den Folgen von Hunger gestorben. Damit steigt ihre Zahl für 2016 auf 40. Am Samstag starben zwei Mädchen, eines - zwei Monate alt - war zwölf Tage zuvor wegen akuter Unterernährung in eine Klinik in Barranquilla eingeliefert worden.

Angesichts dieser neuen Todesfälle forderte die Vereinigung der traditionellen Autoritäten Shipia Wayuú von Manaure die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos auf, umgehend die von der Interamerikanischen Menschenrechtskommisssion seit langem angeordneten Schutzmaßnahmen für die indigenen Gemeinden umzusetzen. In diesem Jahr seien bereits mehr als 40 Minderjährige an den Folgen von Hunger und Wassermangel verstorben, aber einige Fälle wurden von den Behörden gar nicht als solche registriert. Zugleich beklagten die Indigenensprecher, dass trotz der schweren humanitären Krise in der Region noch immer Wasservorkommen für die Steinkohleförderung umgeleitet werden. (...)
Ganzer Artikel (amerika21, 27.7.2016)

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