Wie Lafarge die Kooperation mit dem IS riskierte

Der Weltkonzern Lafarge arrangierte sich unfreiwillig mit der Terrororganisation IS: Jetzt erklärt ein Ex-Manager, wie der Zementriese bis vor zwei Jahren im Bürgerkrieg von Syrien Geschäfte machte.


Der Artikel von «Le Monde» machte diesen Sommer weltweit Schlagzeilen: Die französische Zeitung berichtete über die Aktivitäten von Lafarge im Bürgerkriegsland Syrien. Die Journalisten zeigten auf, wie der damals noch französische Zementriese monatelang nur dank einer indirekten Kooperation mit der Terrororganisation IS im Land arbeiten konnte.

Der Bericht von «Le Monde» liess viele Fragen offen – zumal der inzwischen französisch-schweizerische Konzern LafargeHolcim nur mit einer Medienmitteilung auf die Vorwürfe reagierte. Wie genau der Konzern eine Zementfabrik während eines Bürgerkriegs betrieb, blieb bis heute unklar. Eine Untersuchung des französischen Parlaments fand keine Hinweise, dass zwischen Lafarge und dem IS Geld geflossen ist.

Nun erhält die Öffentlichkeit neuen Einblick in Lafarges Aktivitäten in Syrien: Der ehemalige Sicherheitsverantwortliche des Zementkonzerns für Syrien hat ein Buch über seine Erfahrungen im Kriegsgebiet geschrieben. handelszeitung.ch hat sich mit dem norwegischen Autor Jacob Waerness in Zürich unterhalten....
Ganzer Artikel (Handelszeitung, 21.10.2016)

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