Ein einzelner Bauer muss sich für Syngentas giftiges Saatgut vor Gericht verantworten

Das Pariser Strafgericht hat in seinem Urteil vom 14. Dezember Syngenta verschont. Der Schweizer Agrochemiegigant muss sich nicht für das über vier Jahre hinweg auf einem Feld bei Lot-et-Garonne (Frankreich) entsorgte verdorbene und giftige Saatgut verantworten. Der Landwirt Bernard Béteille, den Syngentas Tochterfirma mit dieser Aufgabe betraut hatte, muss sich vor Gericht alleine verantworten. Das Gericht ist der Staatsanwaltschaft gefolgt und verurteilt den Bauern zu 10'000 Euros bedingt. Zusätzlich muss der Bauer an alle Zivilkläger je 1000 Euros bezahlen und für die Verfahrenskosten von 500 Euros aufkommen.

Syngenta hat sich einer Verurteilung entzogen, indem das Unternehmen fünf Tage nach Bekanntgabe, dass der Fall vors Gericht kommt, das Tochterunternehmen aufgelöst hat...
Ganzer Artikel (Le Monde, 14.12.2016)
Syngenta échappe à son procès sur les pesticides (Le Monde, 11.2.2016)

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