LafargeHolcim-Angestellte fordern bessere Arbeitsbedingungen

Die Angestellten von LafargeHolcim hielten am 6. Dezember 2016 ein internationaler Aktionstag ab, um auf die weitverbreiteten Arbeitsrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.


ArbeiterInnen aus Europa, Afrika, Asien und Amerika machten auf folgende Menschenrechtsverletzungen in den Betrieben von LafargeHolcim aufmerksam:

  • Im Jahr 2015 gab es 50 Arbeitsunfälle mit Todesfolge in den Betrieben von LafargeHolcim. Diese Anzahl hat sich 2016 dramatisch gesteigert.
  • Das Unternehmen greift auf der ganzen Welt zunehmend auf prekäre Anstellungsverhältnisse zurück, obwohl die Unfallrate unter diesen Angestellten höher ist as bei den direkt Angestellten.
  • LafargeHolcim verweigerte Angestellten in British Columbia (Canada) den Zugang zum Werk und ersetzte die Ausgeschlossenen auf nicht zulässige Art und Weise. Dies passierte während laufenden Verhandlungen über ähnliche Ereignisse früher im Jahr während einem Streik in Quebec (Canada).
  • Das Unternehmen wurde wegen Kinderarbeit in Uganda angeklagt, wo auch Gewerkschaftsmitglieder von Restrukturierungen betroffen waren.
  • LafargeHolcim hat die Familien rund um das Zementwerk in Ambuja, die ihr Land wegen dem Fabrikbau verloren haben, immer noch nicht entschädigt.
  • Nachdem LafargeHolcim in Indonesien Personal abgebaut und damit die Arbeitsbelastung erhöht hat, begegnete das Unternehmen Arbeitsunfällen mit Disziplinarstrafen und Entlassungsdrohungen.

Die Gewerkschaften verlangen, dass LafargeHolcim weniger auf prekäre Anstellungen zurückgreift, besser mit den Gewerkschaften hinsichtlich Arbeitsplatzsicherheit, Gesundheit und Restrukturierungen zusammen arbeitet und mit ihnen in konstruktiven Verhandlungen über Sozialpartnerschaft einsteigt.
Ganzer Artikel (IndustriALL, 6.12.2016)
Antwort LafargeHolcim an Business & Human Rights (10.12.2016)
Fotos zum internationalen Aktionstag

Zurück