Umstrittene Kohleimporte aus Kolumbien - NGOs fordern Trennung von Lieferanten

Anlässlich der am Dienstag stattfindenden Hauptversammlung des Energiekonzerns EnBW in Karlsruhe haben das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR und die NGO urgewald gefordert, dass EnBW dem Beispiel europäischer Konkurrenten folgt und umgehend die Geschäftsbeziehungen mit den umstrittenen Lieferanten Drummond (USA) und Prodeco/Glencore (Schweiz) unterbricht.


Der italienische Energieversorger Enel hatte vergangene Woche bestätigt, die Steinkohle-Importe von diesen Unternehmen aus der kolumbianischen Region Cesar auszusetzen.Enel folgt damit dem Beispiel von DONG Energy in Dänemark und bezieht vorerst keine "Blutkohle" mehr von Drummond und Prodeco/Glencore.

Beiden wird vorgeworfen, illegale paramilitärische Einheiten in Kolumbien finanziert und unterstützt zu haben und damit Mitschuld an schweren Menschenrechtsverletzungen zu tragen. Nachdem Enel vergangenes Jahr auf die Vorwürfe aufmerksam gemacht wurde, führte der Energieversorger eigene Untersuchungen vor Ort durch. Auch EnBW sind die Vorwürfe bekannt.(...)
Ganzer Artikel (epo, 8.5.2017)

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