WWF redet mit bei Pflanzenschutzmitteln

Das Verbandsbeschwerderecht gewährt dem WWF Schweiz Parteistellung bei der Überprüfung von Pflanzenschutzmitteln. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wollte dem WWF Akteneinsicht und Parteistellung verwehren.


Konkret geht es um die Überprüfung von mehreren Pflanzenschutzmitteln mit vier verschiedenen umstrittenen Wirkstoffen. Aufgrund einer Veröffentlichung des BLW erfuhr der WWF im Laufe des Jahres 2015, dass entsprechende Überprüfungsverfahren anstehen.

Die Umweltorganisation verlangte, an diesem Verfahren teilnehmen zu können. Sie begründete ihr Anliegen damit, dass die Wirkstoffe für Wildbienen und andere Insekten hochgiftig seien. Sie gefährdeten die einheimische Tierwelt und die biologische Vielfalt.

Die Überprüfung habe direkte Auswirkungen auf die Biodiversität und damit auf die Schutzziele des Natur- und Heimatschutzgesetzes. Gestützt darauf komme dem WWF das Verbandsbeschwerderecht zu. Das BLW trat Ende November 2015 auf das Gesuch nur insoweit ein, als es die Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Quinoclamine betraf.

Die Behörde wies das Gesuch ab. Es fehle ein "konkreter räumlicher Bezug", damit das Beschwerderecht in Frage komme, begründete das BLW seinen Entscheid.(...)
Ganzer Artikel (Tagblatt, 5.5.2017)

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