Trauriger Geburtstag: 15 Jahre nach der gewaltsamen Räumung von Tabaco

Am 7. Mai 2017 jährte sich zum 15. Mal das Urteil des Obersten Gerichts von Kolumbien, welches die Umsiedlung innert 48 Stunden des Dörfchens Tabaco in der nordkolumbianischen Provinz Guajira anordnete. Die DorfbewohnerInnen sind mehrheitlich afrokolumbianischer Abstammung. Seit dem Jahr 1997 hatte das Unternehmen Carbocol S.A e Intercor, heute Cerrejón (gehört zu einem Drittel Glencore), den DorfbewohnerInnen lächerliche Summen gegeben und individuelle Angebote gemacht, damit sie das Dorf verlassen. Schliesslich kam es am 9. August 2001 zur gewaltsamen Räumung und Zerstörung des Dorfes. Dieser Akt war richterlich angeordnet und wurde von den öffentlichen Sicherheitskräften im Beisein der Staatsanwaltsschaft, des Unternehmens und des Bürgermeisters vollzogen. Die DorfbewohnerInnen unternahmen anschliessend verschiedene juristische Vorstösse, um ihre Rechte zu wahren. Daraufhin erfolgte am 7. Mai 2002 das besagte Urteil des Obersten Gerichts. Bis heute ist dieses Urteil nicht umgesetzt worden...
Ganzer Artikel (CAJAR, 15.5.2017)
Video zu Tabaco

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