Syngenta muss wegen Gen-Saatgut Millionenstrafe zahlen

Der Agrarkonzern Syngenta hat einen Rechtsstreit um genetisch verändertes Saatgut verloren. 7300 US-Bauern sollen über 200 Millionen Schadenersatz erhalten.


Der Schweizer Agrarkonzern Syngenta ist in einem Rechtsstreit um gentechnisch verändertes Saatgut zu einer Millionenstrafe verurteilt worden. Ein Geschworenengericht in Kansas gab am Freitag einer Sammelklage von etwa 7300 Bauern statt. Das Gericht sprach den Farmern fast 218 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Syngenta kündigte an, Berufung einzulegen.

Im Fall der gentechnisch veränderten Maissamen der Sorte Viptera geht es nicht um Gesundheitsgefahren. Vielmehr werfen die Kläger Syngenta vor, die Sorte auf den amerikanischen Markt gebracht zu haben, bevor China deren Einfuhr erlaubt habe. Den amerikanischen Bauern sei dadurch ein wichtiger Absatzmarkt verloren gegangen und der Preis von Mais gesunken. Sie hätten grosse Einbussen bei den Einnahmen hinnehmen müssen.
Ganzer Artikel (NZZ, 24.6.2017)

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