Glencore wegen Katar-Konflikt unter Druck

Der Boykott des Kleinstaates Katar hat für Glencore unangenehme Konsequenzen. In Libyen nutzt die Gegenregierung den Zwist für eine Ölblockade.


Der Zuger Rohstoffhändler Glencore ist durch die Katar-Krise in Libyen zwischen die Fronten von zwei rivalisierenden Regierungen geraten. Mit der Erdölgesellschaft der legitimen Regierung in Tripolis sind die Zuger dick im Geschäft. Schon kurz nach dem Sturz von Diktator Gaddafi war Glencore dort präsent. Doch nun macht ihr die libysche Gegenregierung in Bengasi das Leben schwer.

Die Gegenregierung bekämpft das seit 2016 von der UNO anerkannte Oberhaupt Libyiens Fajis al-Sarradsch. Glencore hatte mit der ihm unterstehenden staatlichen Ölfördergesellschaft Libyens, der «National Oil Corporation» (NOC), einen Deal ausgehandelt, um das geförderte Rohöl auf die Weltmärkte zu bringen.
Ganzer Artikel (Handelszeitung, 21.6.2017)
Qatar Crisis Spills Into Libya, Entangling Glencore Over Oil (Bloomberg Markets, 14.6.2017)
Dohas Verflechtungen in die Firmenwelt (NZZ, 6.6.2017)

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