Syngenta: Aussergerichtliche Einigung mit US-Bauer

Syngenta ist in den USA mit mehreren Gerichtsverfahren konfrontiert, weil das Unternehmen 2013 Genmais auf den Mark gebracht hat, der in China noch nicht zugelassen war. China, einer der wichtigsten Exportländer der USA, stoppte daraufhin die Einfuhr dieses Maises. Dies bescherte den Bauern massive Verluste und führte zu mehreren Klagen.


In Nebraska stand Syngenta einem einzelnen Kläger gegenüber. Das Verfahren war auf de 10. Juli angesetzt. Die Parteien einigten sich jedoch aussergerichtlich.

Zwei Wochen vorher hatte Syngenta in Kansas bereits eine Sammeklage im Umfang von 218 Millionen US-Dollar in der gleichen Sache verloren, die nächste Sammelklage steht im August in Minnesota an und bewegt sich im Rahmen von von 600 Millionen US-Dollar.

Die aussergerichtliche Einigung wird gemäss Anthony Sabino, Rechtsprofessor an der St. John’s University in New York, keine Auswirkungen auf die weiteren Verfahren haben. Es würde sich hierbei um reine Taktik handeln - Syngenta war es zu heikel, vor einem Gericht einem einzelnen Kläger gegenüber zu stehen und die Entschädigungssumme war in einem akzeptablen Bereich.
Ganzer Artikel (Bloomberg, 7.7.2017)
Nebraska’s suit against Syngenta over GMO corn set for 2018 (Nebraskaradionetwork, 14.7.2017)
Plaintiff lawyer cheered in Syngenta-corn case (INFORUM, 24.7.2017)

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