Grossbritannien schockiert über den Export von Paraquat in ärmere Länder

Syngenta exportiert Tausende von Tonnen von Paraquat von einer Fabrik in Huddersfield (GB) in Entwicklungsländer. Bei Paraquat handelt es sich um ein hochgiftigses Pestizid, dessen Einsatz in den EU seit 2007 verboten ist. Das Pestizid ist Ursache für viele tödlichen Unfälle und Suizide.


NGO-Campaigners verurteilen diese Praxis als "unglaubliche Doppelmoral", während der UN-Experte Baskut Tuncak es als zutiefst besorgniserregend bezeichnet, dass der Export einer in der EU nicht zugelassenen Substanz ignoriert wird. Es sei schockierend, dass diese Substanz in Länder mit weit weniger Regulierung und Kontrollen exportiert werde, obwohl es in der EU aus gesundheitlichen und umweltbezogenen Gründen verboten wurde.

Auf Syngentas Rechnung gehen 95% des Paraquat-Exports aus der EU. Der Konzern verkauft es unter dem Namen Gramoxone. Die Substanz wird durch die Haut absorbiert und steht in Zusammenhang mit der Erkranung an Parkinson.
Ganzer Artikel (The Guardian, 22.8.2017)

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