Tschad: Glencore-Darlehen für korrupten Clan und das Militär?

Der Zuger Rohwarenkonzern Glencore bezahlte im Tschad eine Milliarde Dollar für Öl, das noch nicht geliefert wurde. Jetzt fliegt den Tradern der Deal um die Ohren und droht zum Image-Gau zu werden.


Der Präsident Tschads, Idriss Déby, lässt die Vorkommnisse um ein Milliarden-Darlehen von Glencore an die staatliche Ölgesellschaft des Landes untersuchen. «Ich muss zugeben, dass die Vorgehensweise beim Glencore-Darlehen unverantwortlich war», sagte Déby gegenüber «TV5Monde». Dies berichtete die Nachrichtenagentur sda am Dienstag.

Der Zuger Rohwarenkonzern Glencore ist seit 2013 ausschliesslicher Abnehmer und Hauptgeschäftspartner der staatlichen tschadischen Ölgesellschaft Société Hydrocarbures du Tchad (SHT). Glencore hatte der Gesellschaft ein Darlehen von einer Milliarde Dollar gewährt.

Das Darlehen von Glencore ist bereits letzten Monat von Nichtregierungsorganisationen unter Beschuss gekommen. Das Schweizer Hilfswerk Swissaid warf Glencore mangelnde Transparenz bei Zahlungen an die SHT vor.(...)
Ganzer Artikel (zentralplus, 4.7.2017)

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