Paradies Papers: Offshoretricks bei der Betreibung von La Alumbrera

Im Rahmen der "Paradise Papers"-Recherchen haben JournalistInnen von "La Nación" aufgedeckt, wie Glencore in verschiedenen Steuerparadiesen (Bermudas und Caiman-Inseln) ein Netz von Offshore-Firmen aufgebaut hat, um die umstrittene Mine La Alumbrera zu betreiben. Glencore ist in Argentinien bereits 2010 wegen mutmasslicher Steuerhinterziehung angeklagt worden.


Glencore kauft im Jahr 2013 50% der Gold- und Kupfermine La Alumbrera für 3 Milliarden US-Dollar. Gemäss den Paradise Papers hat Glencore diesen Kauf über Glencore SA Holdings Limited mit Sitz auf den Bermudas und Glencore South America Limited mit Sitz auf den Caiman-Inseln abgewickelt. Die restlichen 50% sind im Besitz der kanadischen Goldcorp Inc (37,5%) und Yamana Gold (12,5%).

Die Staatsanwaltschaft Tucumán hat 2010 gegen Glencore ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. Fünf Jahre später informiert Glencore, dass das Unternehmen in Argentinien rund 525 Millionen US-Dollar an Steuern bezahlt hat. Gemäss dem "Resource Project", eine öffentlich zugängliche Datenbank über Bergbauprojekte, die auch Grundlage der offiziellen Zahlen bildet, hat Glencore jedoch in den Jahren 2015 und 2016 kaum mehr als 45 Millionen US-Dollar an Royalties und Steuern abgegeben.

Im Mai 2016 bezichtigt auch das Staatssekretariat für Bergbau der Provinz Catamarca Glencore, seinen Royalties-Pflichten nicht nachzukommen. Das Unternehmen lehnt die Anschuldigungen ab. Das Verfahren wegen Steuerhinterziehung ist noch nicht abgeschlossen.
Ganzer Artikel (Canal13SanJuan, 6.11.2017)

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