Glencore Peru: Intransparenz bei der Coroccohuayco-Erweiterung

Glencore und staatliche Organisation haben offensichtlich bereits erste Schritte zur Ausbeutung des Antapaccay-Erweitererungsprojekts "Coroccohuayco" unternommen. Hingegen sind über diesen Prozess weder im Internet, noch über die offiziellen Kanäle Informationen verfügbar. Diese Intransparenz verstösst gegen die Auflagen der nationalen Zertifikationsbehörde SENACE.


Die sogenannte "Integration" des Coroccohuayco-Projekts in die bestehende Antapaccay-Mine löst bei der Bevölkerung grosse Sorge aus. Das Unternehmen wird die Abbautätigkeit entsprechend diesem Projekt erweitern, ohne eine zusätzliche unabhängige Umweltverträglichkeitsstudie durchzuführen.

Die BewohnerInnen der betroffenen Dörfer wehren sich gegen diese Erweiterung und weigern sich grösstenteils, an den vom Unternehmen organisierten Informationsveranstaltungen teilzunehmen. Eine grosse Unsicherheit besteht in Bezug auf mögliche Umsiedlungen. Die Betroffenen Gemeinden sind auch vom Staat anerkannt als indigene Gemeinschaften. Es stellt sich die grosse Frage, ob es die dadurch obligatorische "Consulta Previa" geben wird.

Alle diese Befürchtungen und Unsicherheiten sind beim Prozess für die Einführung des neuen Projekts nicht berücksichtigt worden, obwohl es bereits mehrere Konflikte in der Zone gegeben hat und eine offiziell bestätigte starke Schwermetallverschmutzung in Espinar besteht. Monate zuvor haben sich die Gemeinschaften der Gegend gegen jegwelche Form der Exploration für das Erweiterungsprojekt geäussert, solange nicht konkrete Massnahmen für die Entschädigung der Umweltschäden und sozialen Kosten vorgeschlagen werden.
Ganzer Artikel (OCM, 20.10.217)

Zurück