Streik in der Guajira wegen Bergbau

Am 20. September 2017 beginnt ein Generalstreik, um auf die Krise des Departements Guajira aufmerksam zu machen. Die Streikenden verlangen von der Regierung, endlich Massnahmen zu ergreifen, um die massiven Folgen des Bergbaus in der Guajira zu beheben. Dabei geht es hauptsächlich um die Megamine El Cerrejón, an der Glencore zu einem Drittel beteiligt ist. Die wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Konsequenzen des Bergbaus haben dazu geführt, dass die Region seine Ernährungssouveranität verloren hat.


1980 trug die Guajira hinsichtlich Landwirtschaft- und Handelsgüter 80% zum BIP bei. Als Ende des letzten Jahrhunderts der Bergbau in die Region kam, fiel der Landwirtschaftssektor auf 7% zusammen. Heute findet 60% des landesweiten Bergbaus in diesem Departement statt. Das Departement ist nicht mehr im Stande, sich selber zu versorgen und hat somit seine Ernährungssouveränität eingebüsst. Es gibt Menschen, die vor Hunger sterben.

60% der EinwohnerInnen der Guajira verdienen weniger als der Minimallohn und nur gerade 2.9% der Jobs wird vom Bergbauunternehmen gestellt. 87% sind SchwarzarbeiterInnen.

87% des Departements ist Halbwüste, der Bergbau hat 12'000 Hektaren Trockenwald zerstört, ebenso wie 10 Flüsse und zwei Seen.

172'000 Hektaren der Guajira sind konzessioniert, dies enspricht 40% des gesamten Gebietes. 70% des konzessionierten Gebietes befindet sich im Einzugsgebiet des Flusses Ranchería, der mehr als eine Million Menschen mit Wasser versorgt.
Ganzer Artikel (ContagioRadio, 5.9.2017)

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